Im Jahre 1985 auf die Welt geworfen, wurde mir der damals sehr trendige Name Sascha gegeben. Trotz größter Anstrengungen, trage ich diesen Namen bis heute mit mir durch die Weltgeschichte und die angrenzenden Länder des Rheinlands. Mein Naturell steht dabei immer in gewissem Konflikt zu meiner rheinischen Prägung, so dass zwischen Pessimismus und Optimismus am Ende ein recht realistischer Blick auf die Welt übrig bleibt. Dieser „Sachblick“, der sich in meiner Fotografie niederschlägt, bestimmt die Hauptausrichtung meiner „Werke“ und der Art von Fotografie, welcher ich seit der Jugend nachgehe; Morbides, Verrottetes und Rostiges – diese Dinge suche und finde ich immer. 

Verfall ist nämlich ubiquitär und der moderne Mensch ein wahrer Künstler darin, diesen zu ignorieren – ein Grund mehr ihn, den Dreck und Verfall, bewusst in den Mittelpunkt und das Rampenlicht zu rücken.

Oft versuche ich dabei die schönen Seiten der Welt nicht zu vergessen, übe mich auch in der Makrofotografie, „Postkartenmotiven“ und ganz selten auch mal Portraits, aber die dunklen, ausgestoßenen und vergessenen Motive sind es am Ende des Tages, die mich persönlich anziehen und begeistern. 

Industrie, als Beispiel, ist in der heutigen Dienstleistungsgesellschaft eher ein verpönter Begriff, der mit dreckigen Händen, rauen und groben Menschen, wie auch qualmenden Schornsteinen in Verbindung gebracht wird – Dinge, die ich bei weitem jedem Besuch eines Applestores vorziehe. 

Was meine technische Sicht auf die Fotografie betrifft, bin ich mittlerweile vom Verschlingen der kleinsten, noch so unnützen Details und Literatur auf ein eher „befreites“ Fotografieren umgestiegen und beschränke meine Auseinandersetzung mit der Technik – ganz bewusst – nur noch auf die nötigsten Dinge. Müßige Diskussionen über Modulationsübertragungsfunktionen, „Sweet Spots“ und die lustige Wichtigtuerei bezüglich „Schärfentiefe“ und „Tiefenschärfe“ (ich nenne es deswegen Schärfeausdehnung) interessieren mich so gut wie gar nicht mehr.  

Die Kamera ist ein Werkzeug, die sich meinem Willen so unkompliziert wie möglich zu unterwerfen hat – nicht umgekehrt. Somit ist mir auch recht gleich ob eine analoge, oder digitale Kamera ihren Einsatz finden. 

Am Ende bliebe dann nur noch die Frage „was ist für dich ein gutes Foto?“ – und da ist die Antwort ganz klar: Jedes Bild, welches ich bereit wäre auszudrucken, zu kaschieren und einzurahmen. Wenn man diese persönliche Wertigkeit eines bevorstehenden Fotos schon vor dem Drücken des Auslösers bewerten kann, dann hat man es geschafft. 

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